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Für die Pflanzenbewässerung
durch Kapillarität ist weder Druckwasser noch elektrischer
Strom erforderlich, deshalb ist diese Bewässerungsart
besonders für Gegenden geeignet, die beides nicht in
unmittelbarer Nähe haben. Das gilt in besonderem Maße
für Erdwälle, die dem Lärmschutz dienen.
Im Idealfalle werden auf den Erdwällen Regenwasserspeicher
in Form von Folienbecken vorgesehen. Von diesen führen
Schlauchanschlüsse zu Schwimmerventilen, welche mit Rinnen
oder gelochten Rohren kommunizierend verbunden sind und in
diesen ein einstellbares Wasserniveau erzeugen.
Dochte oder Mattenstreifen großer Kapillarität
saugen aus diesen Behältern Wasser an und geben es entweder
im Nahbereich der oberen Pflanzenreihen oder in der oberen
Erdschicht ab.
Von dort gelangt es durch Schwerkraft auch zu den Pflanzen
im unteren Teil des Erdwalles.
Je mehr Dochte verwendet werden, je kleiner die Docht-Saughöhe
und je größer die Differenzfeuchte in der Erde
ist, um so mehr Wasser wird nachgesaugt.
Soll auch bei geringer Dochtmenge vergleichsweise viel Wasser
an das Substrat abgegeben werden, sind bei kleiner Docht-Saughöhe
die Dochtenden tiefer als die Wasseroberfläche in Rohr
oder Rinne anzuordnen.
Die Oberflächen-Verdunstung des Erdwalls läßt
sich durch Lochfolien verringern.
Die Verschmutzung der Regenwasser-Auffangbehälter durch
das Laub in der Nähe stehender Bäume wird durch
Lochblech-Aufsätze oberhalb der Wasserspeicher verhindert.
Soll Regenwasser aus Bodenspeichern genutzt werden, sind dafür
besonders 12 V-Gleichstrompumpen geeignet, die Förderhöhen
über 5 m erreichen und bedarfsweise auch durch Solarenergie
angetrieben werden können.
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