Ortmann-Kapillarbewässerung


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ndwissen, A 06

Kombinierte Niveau- und Feuchtesteuerungen
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Zu den wesentlichsten Vorteilen der Kapillarbewässerung gehört, dass mit in Aufbau, Funktion und Bedienung vergleichsweise einfachen Niveau-Steuergeräten nicht nur das von den Pflanzen verbrauchte Wasser ohne elektrischen Strom automatisch ergänzt sondern auch die Substratfeuchte eingestellt und somit den Bedürfnissen der kapillarbewässerten Pflanzen angepasst werden kann.
Schwimmerventile
benutzt jeder von uns unbewusst fast täglich ein- oder mehrmals, wenn er die Toilette aufsucht. Es hat dort die Aufgabe, das beim Spülvorgang verbrauchte Wasser dosiert in den Spülbehälter zu bringen.
 
Eine ähnliche Aufgabe erfüllt es bei der feuchteregelbaren Kapillarbewässerung, indem es das Wasser in den Behältern, aus denen Dochte oder Matten saugen, auf ein einstellbares Niveau bringt. Somit dient es auch der Feuchtesteuerung. Läßt sich das Schwimmerventil aus Platzgründen nicht in den auf Niveau zu haltenden Behälter anordnen, wird es in einen höheneinstellbaren separaten Behälter eingebaut, der nur wenig größer als das Schwimmerventil ist, und nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße mit den auf Niveau zu haltenden Behälter durch Schlauch verbunden.  Ein zusätzlicher Vorteil des getrennten Schwimmerventilbehälters ist, dass auch ein Niveau von nur wenigen Millimetern erzeugt werden kann.
Überlauf-Niveausteuerungen fördern das Wasser mit Hilfe einer Aquariumpumpe aus einen Tiefbehälter in den auf Niveau zu haltenden Behälter, aus den Dochte oder Matten saugen. Sobald das einstellbare Niveau erreicht ist, fließt das zusätzlich geförderte Wasser durch einen Überlaufschlauch in den Tiefbehälter zurück. Lassen sich Zu- und Überlauf nicht im niveaugesteuerten Behälter anordnen, ist ein getrennter Überlaufbehälter vorzusehen und mit den auf Niveau zu haltenden Behälter wasserleitend zu verbinden.
Die Kaskaden-Niveausteuerung hat eine ähnliche Funktion wie die Überlauf-Niveausteuerung, ist jedoch zur Befüllung und Niveausteuerung mehrerer auf verschiedenem Niveau angeordneter Behälter geeignet. Das von der Aquariumpumpe geförderte Wasser fließt dem obersten Behälter zu. Dessen Überlaufwasser füllt den nächsttieferen Behälter usw., bis schließlich das Rest-Überlaufwasser in den Tiefbehälter zurückfließt. Für Förderhöhen bis über 5 m werden 12 V-Gleichstrompumpen verwendet.
Aquariumpumpen sind im Vergleich zu Magnetventilen wenig schmutzanfällig und für Dauerbetrieb geeignet. Sie können jedoch auch kostengünstig über Schaltuhren gesteuert werden.
Vorteile: Ein Tiefbehälter ist optisch günstiger und dem Wasser kann problemlos Dünger beigemischt werden.
Schwimmerventil Verwendung eines Schwimmerventils

Niveausteuerung durch Schwimmerventil

Überlauf-Niveausteuerung

Überlauf-Niveausteuerung

Kaskaden-Niveausteuerung
Anschrift: Günter Ortmann, Uhlandstr. 31a, 40723 Hilden, Tel./Fax: 02103/65829
e-Mail: Ortmann-Hilden@t-online.de