Der Wasserbedarf einer Pflanze ist abhängig
von
Pflanzenart und -größe: Große, wüchsige
Pflanzen, insbesondere solche aus Feuchtgebieten, entziehen
dem Substrat mehr Wasser als kleine Pflanzen oder solche
aus Trockengebieten.
Temperatur und Licht:
Je höher die Temperatur bei gleichzeitig viel Licht
ist, umso größer ist der Wasserbedarf der Pflanzen
und umso mehr Wasser wird nachgesaugt (Ein Teil des Wassers
verdunstet über Blätter und Substrat).
Luftfeuchte und Luftbewegung: Sinngemäß
gleiches gilt für Luftfeuchte und Luftbewegung.
Differenzfeuchte: Je
größer die Differenzfeuchte zwischen Wasser speichernden
Medien und dem Substrat ist, um so mehr Wasser wird nachgesaugt.
In der Natur wachsen Pflanzen dort, wo die Umweltbedingungen
den Bedürfnissen der Pflanzen entsprechen. Die Wasserversorgung
geschieht hauptsächlich durch Regen, durch das aus
tieferen Erdschichten mittels Kapillarität nach oben
steigende Wasser, durch die Saugkraft der Pflanzen und durch
Differenzfeuchte.
Bei der Pflanzenkultur
sind mit möglichst geringem Aufwand Bedingungen zu
schaffen wie in der Natur. Entsprechend sind bevorzugt solche
Pflanzen gemeinsam zu kultivieren, die in der Natur ähnliche
Standortbedingungen haben. Das betrifft auch den Wasserbedarf
und evtl. einzuhaltende Phasen geringeren Wasserbedarfs
oder Abtrockenphasen.
Pflanzen
die zeitweise trockener zu stellen sind (Beispiele): Begonien,
Clivien, Geranien, Pelargonien, Fuchsien, Gardenien und
Orchideen.
Pflanzen, die nicht von
oben gegossen werden sollen (Beispiele): Knollenpflanzen:
Alpenveilchen, Usambaraveilchen und Knollenbegonien.
Ca.-Richtwerte
für den Wasserbedarf von Pflanzen